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Lissabon in drei Tagen - Ein Reiseplan

Drei Tage bieten Ihnen ausreichend Zeit, um Lissabon gut kennenzulernen. Besichtigen Sie alle wichtigen Touristenattraktionen, stürzen Sie sich in das pulsierende Nachtleben und genießen Sie die regionale Küche. So sammeln Sie viele wunderbare Erinnerungen an diese zauberhafte Stadt.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen einen möglichen Reiseverlauf für einen dreitägigen Besuch in Lissabon vor. Nutzen Sie ihn als Inspiration für einen kurzen Städtetrip oder im Rahmen einer ausgedehnten Tour durch Portugal.
Hinweis: Dieser Reiseführer bezieht sich nur auf die Stadt Lissabon und nicht auf die umliegende Region. Von Lissabon aus erreichen Sie viele attraktive Tagesausflugsziele, sodass Sie Ihren Urlaub ohne Weiteres auf eine Woche verlängern können. Einen möglichen Reiseplan für einen einwöchigen Urlaub finden Sie hier.

Übersicht über unseren Reisevorschlag für Ihren dreitägigen Besuch in Lissabon

Im Folgenden möchten wir Ihnen stichpunktartig den von uns vorgeschlagenen Reiseablauf für einen dreitägigen Besuch Lissabons vorstellen:
• Tag 1 (vormittags) – die Bezirke Alfama und Baixa
• Tag 1 (nachmittags) – die Bezirke Chiado, Bairro Alto und Cais do Sodre
• Tag 1 (abends) – ein Fadokonzert sowie Restaurants und Bars in Baixa
• Tag 2 (Großteil des Tages) – Bezirk Belém
• Tag 2 (restlicher Teil des Tages) – Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28 durch Lissabon
• Tag 2 (abends) – Partynacht in Bairro Alto und Cais do Sodre (Freitag- oder Samstagabend)
• Tag 3 (vormittags) – Parque das Nações
• Tag 3 (nachmittags) – Parque Eduardo und die Av. da Liberdade oder das Museu Calouste Gulbenkian
• Tag 3 (abends) – Alcântara, die Santo Amaro Docks und die Lxfactory

Hinweis: Viele Touristen unternehmen am dritten Tag einen Tagesausflug nach Sintra. Dies ist eine gute Alternative, wenn Sie einen Städtetrip machen oder wenig Zeit haben. Dieser Artikel bezieht sich jedoch ausschließlich auf eine dreitägige Erkundung Lissabons. Einen Reiseführer für Sintra finden Sie hier.

Für einen Besuch Lissabons benötigen Sie keinen Mietwagen, da die Stadt über ein ausgezeichnetes öffentliches Verkehrsnetz und Taxis zu erschwinglichen Preisen verfügt.
Im folgenden Abschnitt beleuchten wir die einzelnen Stationen Ihrer Erkundungstour durch Lissabon genauer und geben Ihnen Links zu weiterführenden Informationen.

 

 

Reisevorschlag für einen dreitägigen Besuch in Lissabon
Tag 1 (vormittags) – die Bezirke Alfama und Baixa

Wir empfehlen Ihnen am Vormittag die beiden im Zentrum gelegenen, aber sehr unterschiedlichen Stadtteile Baixa und Alfama zu erkunden. Beide Bezirke blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Es erwarten Sie zahlreiche Wahrzeichen Lissabons.

Der Bezirk Baixa wurde durch das verheerende Erdbeben 1755 vollständig zerstört. Sein Wiederaufbau erfolgte nach einem der ersten Muster für einen schachbrettartigen Stadtaufbau. Baixa besteht aus prachtvollen Plätzen und breiten Alleen, die von prächtigen barocken Gebäuden gesäumt werden. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Bezirks gehören:
• die Praça do Comércio: Lissabons eindrucksvollster Platz und historisches Handelszentrum
• die Aussicht von der Spitze des Arco da Rua Augusta
• die belebte Einkaufsstraße Rua Augusta mit ihren Straßencafés und ausgefallenen Touristengeschäften
• der Elevador de Santa Justa, ein Aufzug im Stil der Neugotik
• ein Glas Ginjia in der Bar „A Ginjinha Bar“, traditionelle Heimat des süßen Kirschlikörs

Alfama ist der älteste Stadtteil von Lissabon und in Bezug auf Baixas Größe und Einheitlichkeit dessen genaues Gegenteil. Der Bezirk besteht aus einem Labyrinth aus gepflasterten Straßen und Gassen, die von der Tejo-Mündung bis zur Burg hinaufführen.

Ursprünglich befand sich Alfama außerhalb der Stadtmauern und wurde nur von Armen und Verzweifelten bevölkert. Später wurde das Viertel zur düsteren Wohnstätte von Seeleuten und Hafenarbeitern. Heute gehört es jedoch zu den stilvollsten und begehrtesten Viertel der Stadt.

 

 

Beliebte Touristenattraktionen in Alfama sind unter anderem:
• das Castelo de São Jorge: die Burg, die hoch über der Stadt thront
• die Kathedrale Sé de Lisboa mit ihren gotischen Türmen und massiven Befestigungsanlagen
• die Kirche Igreja de Santo António, errichtet am Geburtsort des Schutzheiligen von Lissabon
• das Labyrinth der mittelalterlichen Straßen, das Alfama durchzieht und in dem es Spaß macht umherzustreunen
• eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28, die durch das Viertel rattert und quietscht
• der Aussichtspunkt Portas do Sol mit seinem fantastischen Blick über Alfama

Tag 1 (nachmittags) – die Bezirke Chiado, Bairro Alto und Cais do Sodre

Für den Nachmittag empfehlen wir Ihnen den Besuch der Bezirke Cais do Sodre, Chiado und Bairro Alto westlich von Baixa.

Baixa ist durch einen schönen Uferweg mit Cais do Sodre verbunden. Der Weg führt entlang der Ribeira das Naus von der Praça do Comércio (Handelszentrum) bis zum Jardim de Roque Gameiro und endet in der Nähe des Timeout-Marktes, der sich im alten Mercado da Ribeira befindet. Dort sollten Sie zu Mittag essen.

Das einstige Rotlichtviertel Cais do Sodre hat sich zu einem angesagten Bezirk gemausert. Vor allem dort erwartet Sie das pulsierende Nachtleben der Stadt. Gleichzeitig hat sich Cais do Sodre seinen kernigen und groben Charakter bewahrt. Vom Fährterminal Cais do Sodre überqueren Schiffe, die auch von vielen Pendlern genutzt werden (2,50 EUR Hin- und Rückfahrt), die Tejo-Mündung nach Cacilhas. Vom Wasser aus bietet sich Ihnen ein fantastischer Blick auf Lissabon und die Hängebrücke.

Der Bezirk Chiado war einst das Kunsthandwerksviertel Lissabons, in dem sich Portugals Intellektuelle in den Cafés versammelten und wichtige Themen des Tages diskutierten. Heute ist es das Theaterviertel der Stadt. Der zentrale Platz ist dem berühmtesten Dichter Portugals, Luís de Camões, gewidmet.

Bairro Alto ist das Zentrum des Nachtlebens von Lissabon. Tagsüber mag der Bezirk etwas schäbig wirken – des Nachts erwacht er jedoch zum Leben. Nachtschwärmer füllen die zahlreichen kleinen Kneipen und lauschen den Fadoklängen, die aus den Bars mit Live-Musik durch die Straßen ziehen.

Zu den Höhepunkten des Nachmittags gehören:
• die Ribeira das Naus, wohin Lisboetas an einem heißen Sommertag zum Entspannen kommen
• die große Auswahl an Feinkost auf dem Timeout-Markt
• die Ruinen der Igreja do Carmo, ein Denkmal, das immer noch an das Erdbeben von 1755 erinnert
• eine Tasse Kaffee in einem der ältesten Cafés von Lissabon, dem Café A Brasileira
• der Aussichtspunkt Praça da Alegria mit Blick auf Baixa und die Burg
• die atemberaubende Innenausstattung der Igreja de São Roque, einer der ersten Jesuitenkirchen der Welt
• eine Fahrt mit dem Elevador da Glória

Tag 1 (abends) – Fadokonzert und die Bars von Baixa/Alfama

Am ersten Abend empfehlen wir Ihnen den Besuch eines der ausgezeichneten Straßenrestaurants in Baixa und danach ein Fadokonzert in Alfama oder in Bairro Alto. Fado ist ein eindringlicher, von der Trauer der Matrosenfrauen beseelter Musikstil, der typischerweise von einer einzelnen Sängerin in Begleitung einer klassischen Gitarre vorgetragen wird. Fado ist emotionale Musik vom Feinsten.

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Tag 2 (vormittags) – Bezirk Belém

Belém ist der malerische Stadtteil im Westen Lissabons, der an das Nordufer der Tejo-Mündung grenzt. Geschichtlich ist Belém eng mit der Zeit der großen portugiesischen Entdeckern verbunden. So verbrachte Vasco da Gama hier seine letzte Nacht, bevor er sich aufmachte, den Seeweg nach Indien zu entdecken.

Die zahlreichen grünen Parks und Freiflächen des Viertels waren einst riesige Werften und Häfen, von denen aus viele der Seefahrten des 15. Jahrhunderts nach Brasilien, Afrika und Indien begannen. Später wurde mit dem Gold und den Reichtümer, die aus den neu entdeckten Kolonien nach Portugal flossen, der Bau des prächtigen Mosteiro dos Jeronimos (Hieronymitenkloster) finanziert. An diese portugiesische Seefahrtsgeschichte erinnert das imposante Denkmal Padrão dos Descobrimentos.

Der Torre de Belém ist eine bezaubernde Festung aus dem 16. Jahrhundert, die Lissabon vor Angriffen vom Meer schützte und inzwischen zu einem Wahrzeichen Lissabons geworden ist. Das Centro Cultural de Belém wurde 1992 als Sitz der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft errichtet und beherbergt heute das Museu Coleção Berardo, die beste freie Kunstgalerie in Lissabon.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Belém sind das Kriegsdenkmal Aos Combatentes do Ultramar, das MAAT-Museum, das Museu de Marinha (Marinemuseum), das Museu Nacional dos Coches (Kutschenmuseum) und die Residenz des Präsidenten. In Belém erwarten Sie zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sodass Sie mühelos den gesamten Tag in diesem Stadtteil verbringen können.
Verwandte Artikel: Reiseführer Belém

Tipp: Für diesen Tag empfehlen wir Ihnen sich das 24-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen, damit Sie die Straßenbahnen (Straßenbahn 15 nach Belém und Straßenbahn 28 am Nachmittag) unbegrenzt oft nutzen können.

 

 

Tag 2 (nachmittags) – Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28

Für die zweite Tageshälfte empfehlen wir Ihnen eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie 28 und die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten und Stadtteile entlang der Strecke. Zu den besten Sehenswürdigkeiten, die Sie am ersten Tag noch nicht besucht haben und die sich entlang des Streckenverlaufs der Straßenbahn befinden, gehören:
• die Basílica da Estrela – eine prächtige Basilika mit einem beeindruckenden Kuppeldach
• der Jardim da Estrela – ein ruhiger Park • der Stadtteil Estrela – ein wohlhabender und ruhiger Bezirk
• der Palácio da Assembleia da República – das neoklassische portugiesische Parlamentsgebäude
• das Viertel Graça – großartig, um einen Einblick in den normalen portugiesischen Alltag zu erhalten
• der Miradouro da Graça – der beste Aussichtspunkt der Stadt
Verwandte Artikel: Reiseführer Straßenbahnlinie 28

Tag 2 (abends) – Partynacht in Bairro Alto und Cais do Sodre (Freitag- oder Samstagabend)

Für den zweiten Abend empfehlen wir Ihnen in den Bezirken Bairro Alto und Cais do Sodre zu feiern (am besten am Wochenende). Die Nacht beginnt in den kleinen Bars von Bairro Alto und breitet sich bald auf die Straßen aus, die zu einem geselligen Treffpunkt für die verschiedensten Menschen jeden Alters und jeder Nationalität werden.

Wenn die Bars in Bairro Alto schließen, zieht es Nachtschwärmer weiter in die Pink Street im Stadtteil Cais do Sodre. Dort feiern sie bis zum Morgengrauen. Wenn Sie auf der Suche nach Live-Musik sind, schauen Sie am besten in der Music Box in der Pink Street vorbei.

Tag 3 (vormittags) – Parque das Nações

Der Parque das Nações zeigt die hochmoderne Seite Lissabons und wurde für die Expo 1998 gebaut. Seit der Expo 1998 hat sich die Gegend zum Geschäfts- und Unternehmenszentrum Portugals entwickelt. Neben der kühnen Architektur des Bezirks finden sich hier viele Ausstellungen und Gärten mit einem thematischen Bezug zum Wasser.

Die Hauptattraktion für Touristen ist das Oceanário de Lisboa, ein beeindruckendes Aquarium, das aus vier riesigen Becken besteht, die die vier Ozeane darstellen. Weitere Sehenswürdigkeiten des Parque das Nações sind:
• der Torre Vasco da Gama, Lissabons höchstes Gebäude
• eine Fahrt mit der Seilbahn
• das Einkaufszentrum Vasco da Gama
• die Ciência Viva, ein Wissenschaftsmuseum, das auch für Kinder sehr interessant ist
• die markante Architektur des Estação do Oriente
• die Uferpromenade

Tag 3 (nachmittags) – Parque Eduardo und die Av. da Liberdade oder das Museu Calouste Gulbenkian

Für den Nachmittag bietet sich ein gemütlicher Spaziergang durch den Park Parque Eduardo VII und entlang der Avenida da Liberdade bis zum Bezirk Baixa an. Die Strecke ist gut zu laufen, da sie nur bergab führt!

Der Parque Eduardo VII ist eine Ziergartenanlage, die im überfüllten und chaotischen Lissabon wie eine Oase ist. Bei der von Bäumen gesäumten Avenida da Liberdade handelt es sich um die eleganteste Einkaufsstraße Lissabons, voller Boutiquen und exklusiver Restaurants.

Am südlichen Ende der Avenida da Liberdade befindet sich der Praça dos Restauradores, ein großer Platz mit einem hoch aufragenden Obelisken und einem schönen Art-déco-Theater. Sollten Sie nach all diesen Besichtigungen immer noch Energie haben, empfehlen wir Ihnen einen Besuch in Principe Reals, einem der wohlhabendsten Viertel Lissabons.

Alternativ empfehlen wir Ihnen für den Nachmittag des dritten Tages einen Besuch im Museu Calouste Gulbenkian. Dieses Museum beherbergt eine der besten privaten Kunstsammlungen und verfügt über eine gute Mischung aus alten Artefakten (ägyptisch, persisch, asiatisch) und klassischer europäischer Kunst (Rubens, Rembrandt und Van Dyck). Weitere Informationen finden Sie unter: https://gulbenkian.pt/museu/en/

Tag 3 (abends) – Alcântara, die Santo Amaro Docks und die Lxfactory

Der Stadtteil Alcântara, in dem sich die Santo Amaro Docks und die LxFactory befinden, hat sich schnell in eine der stilvollsten Gegenden Lissabons gewandelt. Die Docks von Santo Amaro liegen im Schatten der Hängebrücke Ponte 25 de Abril und wurden zu stilvollen Bars und schicken Restaurants umgebaut. In der Nähe befindet sich die LxFactory, ein Zentrum der Lissabonner Handwerksszene mit angesagten Restaurants, alternativen Einkaufsmöglichkeiten und trendigen Bars.

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